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Landwirtschaft

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Quelle des Lebens und kostbare Ressource für die Landwirtschaft

Wasser ist unabdingbar für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung. Obgleich ein Großteil der Erde von Wasser bedeckt ist, ist Wasser nur dann eine nutzbare Ressource, wenn sie von Menschen, Industrie oder Landwirtschaft verwendet werden kann. Das meiste vom Menschen gebrauchte Frischwasser wird zu landwirtschaftlichen Zwecken eingesetzt, insbesondere für die Ackerbewässerung. 70 Prozent des gesamten Wasserverbrauchs wird der Landwirtschaft zugeschrieben. In Entwicklungsländern liegt der Anteil sogar bei 95 Prozent.

Diese Zahlen mögen zwar hoch erscheinen, aber es werden Unmengen von Wasser benötigt, um ausreichend Nahrungsmittel für eine wachsende Weltbevölkerung zu produzieren. Laut FAO wird sich der Wasserbedarf der Landwirtschaft um weitere 14 Prozent erhöhen, wenn bis 2030 die Nahrungsmittelproduktion um die erforderlichen 55 Prozent gesteigert werden soll. Über die nächsten 50 Jahre ist damit zu rechnen, dass Wasserknappheit zum größten Risikofaktor für die Nahrungsmittelerzeugung wird.

Der Wasserbedarf für die Ackerbewässerung hat sich in den letzten 50 Jahren verdoppelt

Obwohl der tägliche Bedarf eines Menschen an Trinkwasser nur zwei bis vier Liter beträgt, werden durchschnittlich 83 Liter gebraucht, um 1000 Kilojoule an Nahrungsmitteln zu erzeugen. So ‚kostet’ z.B. ein Apfel ca. 70 Liter Wasser. Dennoch gestaltet sich die Berechnung und Bewertung der Wassernutzung für die Produktion von Nahrungs- und Lebensmitteln schwierig, da Ursprung und Verfügbarkeit des Wassers eine wichtige Rolle spielen. Ebenso wichtig ist der Unterschied zwischen der natürlichen (nur mit Regenwasser) und der künstlichen Ackerbewässerung. Die künstliche Bewässerung verändert den natürlichen Wasserkreislauf, da Oberflächen- bzw. Grundwasser für den Ackerbau in intensiven Systemen entnommen wird. Wenn lediglich Regen für die Bewässerung sorgt, hat dies keine direkten Auswirkungen auf den Wasserkreislauf. Diese Ackerflächen sind aber durch Empfindlichkeit gegenüber ungünstigen Witterungsbedingungen – insbesondere dem Klimawandel – sowie eher geringen Erträgen gekennzeichnet.

Die künstliche Bewässerung hat einen wesentlichen Beitrag zur Sicherstellung einer stabilen Nahrungsmittelverfügbarkeit geleistet. In den letzten 50 Jahren hat sich die Weltbevölkerung verdoppelt, wobei das globale Nahrungsmittelsystem sich bemerkenswert gut an den wachsenden Nahrungsmittelbedarf angepasst hat. Ebenso bemerkenswert ist die Tatsache, dass Ackerflächen in diesem Zeitraum insgesamt um nur 12% erweitert wurden, aber der künstlich bewässerte Anteil sich verdoppelt hat – und für den Großteil der Nettozunahme der Nahrungsmittelproduktion verantwortlich ist.

Wassereffizienz in der Landwirtschaft muss optimiert werden

Durch innovative Technologien kann der landwirtschaftliche Wasserbedarf verringert werden – Entweder direkt, durch bessere und wirkungsvollere Bewässerungssysteme bzw. durch den Anbau von Kulturen, die mit weniger Wasser auskommen oder indirekt, durch die Einführung von ertragssteigernden Produkten und Methoden. Jährlich gehen 20 bis 40 Prozent der Ernten weltweit durch Unkräuter, Ungeziefer und Pflanzenkrankheiten verloren. Diese Verluste zu reduzieren – ob durch optimierten Pflanzenschutz oder durch Erhöhung der Hitzetoleranz von Kulturen (durch Züchtung oder genetische Modifizierung) – würde die Wassereffizienz, d.h. den Ertrag pro Wassereinheit, deutlich erhöhen. Weitere Möglichkeiten wären z.B. Änderungen hinsichtlich der Essensgewohnheiten sowie bei der Wahl der anzubauenden Kulturen. Zudem könnte man sich auf Kulturen konzentrieren, die weniger Wasser benötigen. Auch konsequente Maßnahmen gegen die Verschwendung von Nahrungsmitteln würden zu Wasserersparnissen führen, da auf diese Art und Weise weniger Wasser verschwendet wird.

Gute Wasserqualität muss erhalten bleiben

Nichtsdestotrotz ist es ebenso wichtig hervorzuheben, dass auch die Wasserqualität in der Landwirtschaft sichergestellt werden muss, ganz besonders wenn intensive Produktionssysteme überwiegen. Der sachgerechte Umgang mit Pflanzenschutzmitteln, wie z.B. Vermeidung von Verschüttung und sorgfältige Applikation von Düngemitteln, spielt eine Schlüsselrolle bei der Sicherstellung einer höheren Wasserqualität.

Durch Sicherung der Wasserqualität wird Wasser erst für den Menschen nutzbar, z.B. durch Filtrierung um Bakterien aus Trinkwasser zu entfernen. Last but not least, Stechmücken und andere Insekten, die sich in Wasser fortpflanzen, bilden eine Gefahr für die menschliche Gesundheit indem sie Krankheiten wie Malaria oder Denguefieber verbreiten können. Lösungen zur Wasserreinigung und -aufbereitung können einen wichtigen Beitrag leisten, um aus Gewässern auch unbedenkliche Wasserquellen zu machen.

Wasser

Wichtige Ressource für die Landwirtschaft!

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