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Honigbienen und moderne Landwirtschaft - Ein Widerspruch?

Der bislang ungeklärte Anstieg von Honigbienenverlusten hat eine besorgniserregende Dimension angenommen. Da Honigbienen zu den wichtigsten Bestäubern von Wild- und Kulturpflanzen zählen, sind sie sowohl mit der Landwirtschaft als auch der biologischen Artenvielfalt eng verzahnt.

Seit 1961 ist die bewirtschaftete Honigbienenbevölkerung weltweit um 45 Prozent gewachsen. Dennoch verzeichneten zahlreiche Imker in Europa, in den USA und in anderen Regionen in den letzten Jahren bedeutende Bienenverluste.
In Europa hingegen haben Imker seit den 90er Jahren ungewöhnlich hohe Überwinterungsverluste verzeichnet. Zuverlässige Untersuchungen gehen von Bienenstockverlusten von 5 bis 35 Prozent zwischen 2002 und 2010 aus, wobei der Winter 2002/2003 eine besonders hohe Mortalität aufwies. Zuvor hatten Verluste von ca. 10 Prozent als üblich gegolten.

Experten sind sich zunehmend einig, dass die Ursache für Bienenverluste multifaktorieller Natur ist. Zu den Faktoren, die das Überleben von Bienen beeinträchtigen, zählen Parasiten, Krankheiten, Ernährung, Imkerpraktiken, Wetter und Erbanlagen.

Parasiten und Viren haben es in der globalisierten und vernetzten Welt von heute leicht, sich zu verbreiten. Sowohl die Varroa destructor (eine parasitische Milbe und Virusträger) und Nosema spp. (ein parasitärer Pilz) schwächen das Immunsystem und beeinträchtigen die Gesundheit der Bienen. Das Ergebnis: viele Viren, die zuvor keine Krankheitssymptome bei Bienen hervorriefen, haben nun eine tödliche Auswirkung.

Die eingeschränkte genetische Vielfalt von Honigbienen – sie stammen aus einer limitierten Anzahl von Zuchtlinien – kann sich ebenfalls negativ auf das Immunsystem auswirken. Die gesamte Bienenbevölkerung der USA kann auf Schätzungsweise nur 500 Königinnen zurückgeführt werden.

Durch die moderne Landwirtschaft wurde auch die Vielfalt der Pollenarten reduziert, was wiederum das Futterspektrum und damit auch das Immunsystem der Bienen beeinträchtigt. Neue Stressfaktoren entstehen auch durch eine ständig veränderte Umgebung: aufgrund der kommerziellen Bestäubung werden verschiedene Bienenstöcke unter engsten räumlichen Bedingungen über große Distanzen in fremde Umgebungen transportiert.

Wie durch härtere Winter und Wetterumschwünge verdeutlicht, bildet der Klimawandel in Europa einen weiteren Stressfaktor. Auch wenn junge Bienen diesen Umständen standhalten, sind sie dennoch gesundheitlich geschwächt.

Laut EFSA (European Food Safety Authority – Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) und Langzeitstudien in Deutschland und Frankreich ist selten eine Korrelation zwischen Überwinterungsverlusten von Honigbienen und hoher Präsenz von Pflanzenschutzmitteln vorzufinden. Dennoch hält die Diskussion an und nähere Untersuchungen sind weiterhin erforderlich.

BASF-Pflanzenschutzmittel werden vor Markteinführung über mehrere Jahre umfangreichen und strengen Tests seitens des Gesetzgebers unterzogen. Im Sinne einer nachhaltigen Landwirtschaft, die auch mit der Bienenhaltung kompatibel ist, wird somit eine korrekte und verantwortungsbewusste Nutzung der Produkte sichergestellt. BASF arbeitet darüber hinaus eng mit Partnern zusammen, um mögliche Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln zu untersuchen und einer unsachgerechten Anwendung vorzubeugen.

Landwirt und Imker - eine Partnerschaft, die sich lohnt

  • bis zu 10 dt/ha Mehrertrag möglich
  • ca. 3 Bienenvölker je Hektar Raps
  • schnellerer Blühverlauf und gleichmäßige Abreife
  • für den Imker bis zu 100 kg Honig je Hektar Raps

Gemeinsam gute Erträge erzielen!

Einen örtlichen Imker finden Sie über den zuständigen Imkerlandesverband. Adressen finden Sie im Flyer

Was können Sie zur Förderung der Biene tun?

  • Tauschen Sie sich mit Ihrem örtlichen Imker über den Zeitpunkt der Blütenspritzung aus.
  • Prüfen Sie die Auflagen zum Bienenschutz.
  • Schaffen Sie für Bienen eine Nahrungsgrundlage bis in den Herbst.
  • Blühstreifen und Blühflächen auf weniger produktiven Flächen bieten sich an.

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